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Compagnie
Die Schweizer Repertoire compagnie drift ist ein Ensemble, das die Poesie von Grenzzuständen und die Absurdität des Alltäglichen untersucht.
Die künstlerischen LeiterInnen Béatrice Jaccard und Peter Schelling/ compagnie drift arbeiten seit 1987 zusammen. Sie haben den Schweizer Tanz- und Choreografiepreis 2007 für ihr Gesamtwerk erhalten.
Mit ihrem Tanz zwischen Abstraktion und Narration, zwischen Heftigkeit und Zartheit, gehört die Compagnie Drift zum Interessantesten, was die Schweizer Tanzszene zu bieten hat und ist auch international erfolgreich. Ihr Repertoire wurde bisher in über 30 Ländern präsentiert.
Bei Drift mischen sich surrealer Tiefsinn und spielerische Leichtigkeit. Das wirkt ebenso skurril und absurd, wie verstörend. Jede alltägliche Haltung, jede unscheinbare Gebärde, aber auch die grosse Tanzform wird zum Bewegungsmaterial. Ihre Geschichten erzählen sie in einer Abfolge von atmosphärisch dichten Bildern, wo tragische und komische Momente dicht nebeneinander liegen. Mal durchdringen die Bewegungen kaum beängstigende Enge, mal öffnen sie auf der Bühne endlose Weiten.
Selten vermag ein Tanzensemble sein Publikum gleichermassen zum Lachen und zum Nachdenken zu bringen.
Vereinfachung der Mittel und Minimalisierung des Aufwands sind seit Beginn wichtige Elemente der Gestaltung geblieben, oft als Kontrapunkt zu sich verwirrenden, erschreckenden, entgrenzenden Eruptionen. Das Leichte, Spielerischemischt sich mit dem Verstörenden. Fassbare Figuren erscheinen nie als durchgehende Rollen, sie stellen vielmehr Typisierungen von unterschiedlichen Lebensmöglichkeiten dar, in welche die Darsteller wie probeweise schlüpfen, und sich mit ihnen zu identifizieren oder um sich in deren Gegenbild zu verwandeln...
Béatrice Jaccard und Peter Schelling von compagnie drift führen vor Augen, wie sich das Fantastische im Unscheinbaren verbirgt. Sie suchen ihre ureigene Formensprache und perfektionieren diese zu seltener Präzision und Differenziertheit. Ihre Bewegungsformen erhalten mit zunehmender Abstraktion und Stilisierung Prägnanz und Klarheit und enthalten immer Ansätze für Neues und Unerwartetes.
Das hat eine zauberhafte Wirkung. Durch streng strukturierte Oberflächen schimmert phantastische Buntheit. Und zarte, anrührende Begegnungen geraten zur rabiaten tänzerischen Höllenfahrt.
Material aus: Tages-Anzeiger Zürich, Neue Zürcher Zeitung, Luzerner Neueste Nachrichten, Zürichsee-Zeitung, SDT Bulletin
Preise:
- Juli 2008, 14. Festival INFANT in Novi Sad (Serbien), Preis für die originellste Forschung im Segment Theatersprache für das Stück „machine à sons“.
- Béatrice Jaccard und Peter Schelling sind die Gewinner des Schweizer Tanz- und Choreografiepreis 2007 für das Gesamtwerk.
- Die beiden Künstl. Leiter Béatrice Jaccard und Peter Schelling erhielten 2002 die Ehrengabe der Stadt Zürich für ihr künstlerisches Schaffen.
- Béatrice Jaccard und Peter Schelling erhielten 1988 einen Werkjahrbeitrag der Stadt Zürich.
compagnie drift pflegt seit Jahren ein grosses Repertoire. In der Saison 2009/10/11 werden folgende Produktionen präsentiert:
- Schwarzer Peter
- au bleu cochon
- amours et délices
- unkaputtbar
- machine à sons - un concert théâtral
- Heidenspass & Höllenangst
3-jährige Förderung:
Die compagnie drift wird von 2006-2008 und 2009-2011 im Rahmen einer kooperativen Fördervereinbarung gemeinsam gefördert vom Präsidialdepartement der Stadt Zürich, der Pro Helvetia, der Fachstelle Kultur des Kantons Zürichs und Kulturbeitrag des Kanton Freiburg.
Die Produktionen wurden unterstützt von:
Kulturförderung der Stadt Zürich, Pro Helvetia, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Kulturbeitrag Kanton Freiburg, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Loterie Romande, Migros Kulturprozent, SSA – Schweizerische Autorengesellschaft, Binding Stiftung, Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr, Kulturstiftung Winterthur, Jubiläumsstiftung der Zürich Versicherungsgruppe, Migros Kulturprozent, Familien-Vontobel-Stiftung, Paul Schiller Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, Dr. Adolf Streuli-Stiftung, Stiftung der Schweizerischen Landesausstellung 1939, Schweizerische Interpreten-Stiftung, Oertli Stiftung
Koproduktionen mit: Theater Roxy Basel, Intern. Tanzwoche Dresden, Stromereien Festival, Nuithonie Fribourg, Tanzhaus Zürich, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Steps #9 – Intern. Tanzfestival Schweiz, luzerntanz am luzernertheater, Festival Blickfelder, Rote Fabrik Zürich, Espace Moncor Fribourg, Halle 2C Fribourg
Das Repertoire wurde bisher in 30 Ländern gespielt;
In Ägypten, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Frankreich, Holland, Indien, Italien, Kroatien, Litauen, Mazedonien, Mexiko, Österreich, Pakistan, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Schottland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tunesien, Tschechien, Ungarn, USA, Zypern
ERINNERUNGEN AUS DER VERGANGENHEIT
Nicht mehr gespielte Stücke: