DRIFT fhrt vor Augen, wie sich das Fantastische im Unscheinbaren verbirgt.

DIE SPIELER

PREMIERE UND KOPRODUKTION 13.MAI 1999, ROTE FABRIK, ZÜRICH

Die Spieler spielen mit ihrer Vergangenheit um ihre Zukunft. Sie erküren in slapstickhaften Kampfrunden den Sieger, der als Held seine Haut aufs Spiel setzt. Sie wirken ganz gesittet, aber wenn sie lachen, zeigen sie goldene Zähne und fangen an, mehrsprachig aufeinander einzureden.

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die spieler

KONZEPT: BÉATRICE JACCARD, PETER SCHELLING CHOREOGRAPHIE/ TANZ: BÉATRICE JACCARD, PETER SCHELLING, MASSIMO BERTINELLI, BUDLANA BALDANOVA, VIACHESLAV ZUBKOV BÜHNE: ANINA SCHENKER, PETER SCHELLING, FRANÇOIS GENDRE MUSIK: FRANÇOIS GENDRE, MASSIMO BERTINELLI, BÉATRICE JACCARD LICHT: FRANÇOIS GENDRE KOSTÜME: ANINA SCHENKER

Eine Frau enthüllt Haut und die erstaunten Anwesenden finden sich zu einem kleinen Orchester zusammen. Alle spielen mit ihren Instrumenten und ihren Muskeln und gewinnen so ihr Glück und eine warme Suppe.
Feine Tänze werden gezeigt, Langeweile kommt nicht auf, die Dollarzeichen in den Augen der Spieler flackern und die Tapete wechselt auf Russisch.


Kritiken zu 'Die Spieler':

"Skurriles aus dem Nichts... Die köstliche Szenenfolge von kurzen Sketches und clownesken Nummern beginnt mit einem witzigen Kartenspiel und geht dann über in Rollen- und Kampfspiele. Im raffiniert einfachen Bühnenraum gestalten sich die Übergänge zwischen den kurzen Auftritten spannungsvoll...eine Fülle von Einfällen, die blitzschnell zu einprägsamen Szenen und Bildern heranwachsen und unverhofft auf die Spitze getrieben werden."

Ursula Pellaton, Zürichsee-Zeitung, Schweiz 15.5.99


"...ein Schmuckstück. Gespielt wird luftig und im leeren Raum. Peter Schelling und Slava Zoubkov bringen ein Brett so dünn wie Karton herein, klemmen es zwischen ihren Leibern fest, und darauf fallen nun die Karten, aus der Hand, dem Ärmel, dem Hut, während unmerklich unter der Wand hervor weitere skurrile Gestalten sich in den Raum robben. Alles ist betörend einfach an diesem Spiel."

Lilo Weber, Neue Zürcher Zeitung, Schweiz 15. 5.99


" Kartenspiel, Duell, musikalisches Spiel und spielerische Bewegung: Alles wird vorzüglich parodiert.’Die Spieler' ist wie ein Comic, in dem die leicht schrulligen Figuren echte Menschen geworden sind. Entzückend!"

Mirjam Oertli, Tages Anzeiger, Zürich, Schweiz, 11.12.99


"...Spiele der Erwachsenen: gut beobachtet und witzig in Bewegungen 'übersetzt'; sehr gekonnt, exakt und mit aussergewöhnlicher Körperbeherrschung über spitzt interpretiert..."

Eveline Koberg, Neue Zeit, Graz, Oesterreich, 18.7.00


"Die Spieler" und "Die Versuchung"


Ein Abend der compagnie drift, in Zusammenarbeit mit ihren russischen Freunden Budlana Baldanova und Viacheslav Zubkov.

Die Tänzer/Schauspieler Viacheslav Zubkov und Budlana Baldanova haben wir während unseren Aufenthalten in St.Petersburg kennen gelernt. Slava kommt aus Sibirien und ist Lehrer und Schauspieler im Interstudio in Puschkin, der wahrscheinlich einzigen avantgardistischen Theaterschule in Russland. Budlana ist Burjatin und arbeitet an derselben Schule. Beide sind Mitglieder der Theatergruppe Interstudio. Sie sind eindrucksvolle Theatermenschen. Ihr Zugang zur Bewegung, zu Improvisation und zur Theaterarbeit ist genährt von der langen russischen Theatertradition und gleichzeitig in starker Opposition zu ihr. Von unserer westlichen Arbeitsweise unterscheidet er sich stark. Gerade deshalb ist die Zusammenarbeit mit ihnen interessant.

Sowohl "Die Spieler" als auch "Die Versuchung" wurden von der compagnie drift im Rahmen der "petits fours" erarbeitet. Seit 1996 hat compagnie drift eine Reihe von Stücken in sehr kurzen Produktionszeiten erarbeitet ("Die Spieler" z.B. entstanden in 18 Probetagen, "Die Versuchung" in 4 Wochen).

Diese sehr knappe Produktionszeit bewirkt eine sehr konzentrierte Zusammenarbeit aller Beteiligten. Künstlerische Entscheide müssen zeitbedingt spontan und intuitiv fallen. Ideen, die in einer "grossen" Tournee gerechte Produktion nicht ausprobiert werden können, kommen zum Zug. Da gleichzeitig und sogar zum grössten Teil im selben Raum mit Konzept und Choreographie auch die Musik komponiert, das Bühnenbild entwickelt und gebaut wird und das Lichtkonzept sowie die Kostüme entstehen, wirken alle diese Prozesse direkt aufeinander ein.

Das Risiko, dass mit einer so kurzen Probezeit das Projekt auch scheitern könnte, dass die Zeit fehlt und der Druck zu gross wird, erzeugt bei uns eine Art Angstlust die wir als sehr anspornend empfinden. Zum Publikum, das den Entstehungsprozess der Stücke kennt, entwickelt sich so etwas wie eine Komplizenschaft.

 

 

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