DRIFT fhrt vor Augen, wie sich das Fantastische im Unscheinbaren verbirgt.

HEIDENSPASS & HÖLLENANGST

Première am 15. November 02 im luzernertheater

In Heidenspass & Höllenangst taucht die compagnie drift in die Atmosphären des Mittelalters ein, ohne dieses historisch-naturalistisch abbilden zu wollen.
Sie bringt Figuren auf die Bühne, die den Steinmetzreliefs an Kathedralen oder Illustrationen alter Liederhandschriften entsprungen sein könnten.

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© Christian Altorfer mehr Bilder | Video

Konzept/Regie: Béatrice Jaccard, Peter Schelling Choreografische Leitung: Béatrice Jaccard Choreografie/Tanz: Compagnie drift - Massimo Bertinelli, Budlana BAldanova, Fiona Hirzel, Béatrice Jaccard, Michael Rüegg, Peter Schelling, Viacheslav Zubkov Bühne: Peter Schelling Licht: François Gendre Kostüme: Daphne Ineichen Komposition: Massimo Bertinelli, François Gendre, Simon Hostettler Dramaturgie: Brigitte Knöss Produktionsleitung: Beatrice Rossi

Technische Angaben

Das Lebensgefühl einer Gesellschaft wird dargestellt, welche die ganze Spannbreite zwischen trunkenem Spass und realer Todesangst als permanente Zerreissprobe ertragen muss oder will.

Vieles erscheint uns in dieser Welt fremd und vertraut zugleich. Das Schöne und das Hässliche vermischen sich, Angst und Freude liegen nah beieinander. Krasse Gegensätze sind die Norm und wilde Lust, grosse Unsicherheit und Zerbrechlichkeit durchdringen alles.
Die Zuschauer tauchen in die surrealen Welten des Bühnengeschehens ein, die von konkreten Hoffnungen und Ängsten gespeist sind, und bewegen sich mit den Darstellern in einem faszinierenden Kosmos, der zeitlos ist und voller Bezüge zu unserem tatsächlichen Dasein.

Bizarre Fabelwesen zwischen Mensch und Tier bevölkern die Bühne. Urtümliche Kräfte sind im Spiel, Schönes und Hässliches, Faszinierendes und Abstossendes paart sich in wildem Reigen. Angst, Freude, Hoffnung und Schrecken liegen nah beieinander.

So entsteht ein skurriler, poetischer, surrealer Bilderbogen zwischen Himmel und Hölle; ein Universum von Grenzzuständen und Absurditäten, in welchem tragische und komische Momente sich irrlichternd verbinden; und wo immer wieder hinter vorgehaltener Ironie treffsicher die menschliche Brutalität aufblitzt.


Kritiken zu 'Heidenspass + Höllenangst'

Mehrköpfige und vielarmige Wesen
‚...Ein Danse macabre zwischen Himmel und Hölle, zwischen schaurig und lustig...Magische Bilder werden entwickelt, surreal und grotesk, verblüffend und absurd.’

oönachrichten, Linz, Oesterreich, 16. April 05

Bizarre Wesen
‚...Eine skurile Welt mittelalterlich anmutender Fabelwesen...Die absonderlichen Bühnenwesen...sind genauso im modernen Alltag und im allgemein Menschlichen verhaftet...So kann abstraktes Tanztheater erzählen, ohne den gesellschaftlichen Bezug bloss konzeptionell zu behaupten...’

Stuttgarter Zeitung, 29. Nov. 04

Makabre und beredte Komik
‚...Munter wurden Glieder abgesägt, Augen ausgestochen und aufgegessen, mit abgehackten Köpfen gerollt...auf der Mauer bewegten sich gespenstisch flink scheinbar abgetrennte Tänzer-Körperteile hin und her...Makaber aber unglaublich komisch...Mitreissend...die Zweikämpfe...in denen sich ganze Romane von Hass, Liebe und Eifersucht abspielen...Der Sieger wird zur Belohnung von den Frauen liebevoll gestreichelt – und aufgegessen. EinMoment wie ein Blitzschlag. Ganz schön erhellend, was Drift so ganz ohne Worte über die Menschen zu sagen hat...’

Badische Neueste Nachrichten, 26. Nov. 004

Zwitterwesen tanzen in surrealen Rätselwelten
Ein Heidenspass und eine Höllenangst verweben sich zu einem skurrilen, poetischen, surrealen Bilderbogen zwischen Himmel und Hölle...Die Tänzerinnen und Tänzer tauchen in die Atmosphären des Mittelalters ein, ohne dieses historisch-naturalistisch abbilden zu wollen. vielmehr entfaltet sich ein Universum von Grenzzuständen und Absurditäten, in welchem tragische und komische Momente sich irrlichternd verbinden...
Die Bewegungssprache ist eine faszinierende Mischung aus Tanz und Theater, eine Körpersprache glasklarer Gesten und wundersamer Impulse. Mal sind die Tanzenden Menschen, die sich zart oder aggressiv begegnen, mal wirken sie wie Rätselwesen einer poetischen Zwitterwelt...eine Mischung von Tier und Mensch.
...die Tanzenden kreieren eine wundersame Atmosphäre von Langsamkeit und schwebender Zeitlosigkeit...
Nicht umsonst gehört die Zürcher Compagnie zu den wichtigsten und eigenwilligsten der Schweizer Szene und ist längst international bekannt.

Luzerner Zeitung, 18. Nov. 02

Das Hereinbrechen des Mittelalters
...Wie immer bei Produktionen von Drift staksen die Figuren traumtänzerisch und manchmal slapstickartig durch die Szenerie. Immer präzis in der Bewegung, manchmal verhalten und Handkerum hektisch verstört, können sie ein unerwartet unheimliches Potenzial entwickeln...Wenn die Tänzerinnen und Tänzer einander ungerührt niederstechen, Beine abschneiden und Schädel spalten und dabei ein hinreissendes Hinrichtungs-Ballett aufs Parkett legen, blitzt hinter vorgehaltener Ironie effektsicher die menschliche Brutalität auf...der Erfindungsgabe scheinen keine Grenzen gesetzt...

Basler Zeitung, 19. Nov. 02

Heidenspass verdrängt Höllenangst
...Das Stück bringt Figuren auf die Bühne, die den Steinmetzreliefs an Kathedralen oder Illustrationen alter Liederhandschriften entsprungen sein könnten...der Stil ist eigenwillig, verquer, skurril...Die Tanzenden wirken überzeugend; sie tanzen quicklebendig sind voller Bewegungsfantasie. Dazu beherrschen sie das Kunststück, sowohl verspielt als auch bewundernswert präzis zu sein...

Tages Anzeiger, 18. Nov. 02

Ein wilder Reigen in vergangene Welten
...Bizarre Fabelwesen zwischen Mensch und Tier bevölkern die Bühne, urtümliche Kräfte sind im Spiel, Schönes und Hässliches, Faszinierendes und Abstossendes paart sich in wildem Reigen. Angst, Freude, Hoffnung und Schrecken liegen nah beieinander in dieser Welt, in der sich die Kreatur als Spielball fremder Mächte fühlt und nie weiss, wann das Ende naht. Auch wenn die Produktion in vergangene Welten einführt, fehlt es nicht an Bezügen zu unserem Dasein, denn letztlich dreht sie sich um zeitlose fragen der Existenz...

Schweizer Illustrierte, 18. Nov. 02

Tanz der wunderlichen Wesen
...skurrile Figuren in lose verbundenen Szenen...mit mimischem Schalk und gestischem Witz, manchmal lassen sie ihr Tun auch ins Unheimliche kippen...aberwitzige Tumulte...

Neue Zürcher Zeitung, 18. Nov. 02

Modern getanztes Mittelalter
...die Stücke von drift sind eine Mischung aus zeitgenössischem Tanz und Theater, surrealem Tiefsinn und witziger Leichtfüssigkeit, skurril und absurd...Tatsächlich erkennt man auf der Bühne...ineinander verrenkte Menschen in der engen Hölle, Posen von tanzenden Mensch-Tieren, mehrarmige Wesen, keusche junge Frauen, böse, den Tod verkündende Männer...

Thurgauer Zeitung, 18. Nov. 02

Tanz gegen die Schwerkraft
...leichtfüssig und mit Schalk, aber stets subtil...Die Körper der TänzerInnen scheinen in der Luft zu schweben. Eine Art liebenswürdige Geisterwesen, deren Körperteile nicht zusammengehören...Keusche Paartänze erzeugen eine seltsam entrückte Stimmung...

tanz-danse.ch, 22.Nov. 02


Eine Koproduktion von luzerntanz am luzernertheater und Compagnie Drift. Compagnie Drift wird für diese Produktion unterstützt von Pro Helvetia, Präsidialdepartement der Stadt Zürich und Stanley Thomas Johnson Stiftung

 

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