Wenn dann die Maden bei ihrem Frühstücksspeck sitzen,
kommt der Jäger in die Kammer und macht allen den Garaus.
In der Falle hockt die Maus
und im Gas krümmt sich die Laus.
Dann lächelt der Jäger, putzt seine Flinte und ordnet
seine Spraydosen.
Wenn in der warmen Stube die Menschen sitzen und sich um ihre eigenen
Angelegenheiten kümmern - lesen, kochen, warten, aufräumen,
streiten - kommt plötzlich der Tod zur Tür hinein.
Alle scheucht er auf. Die Menschen schlagen Schnippchen und versuchen,
ihn auszutricksen. Aber der Tod jagt sie alle hinaus auf den Erdball.
Mit diesem rasen die Menschen dann ungeschützt durchs Weltall
und möchten gern wieder heim.
'...hedonistische Wanzen...In einem durch Stellwände
angedeuteten Raum hocken vier der Tänzer wie vergnügungssüchtige
Wanzen, um vom scharfen Auge des an einen Gefängniswärter
erinnernden Kammerjägers nicht entdeckt zu werden...Ein raffiniert
und lustvoll inszenierter Abgesang auf hedonistische Lebensfülle,
irrwitzig und melancholisch abgehoben.'
Basler Zeitung, 11.3.2002
'...die compagnie drift eröffnet mit kuriosen Figuren einen
seltenen Blick in abstruse Bilderwelten: Da stehen vier Menschen
verschüchtert in einem engen Raum, schneiden im Team Tomaten,
lesen synchron in Büchern und erstarren mit grossen Augen,
wenn der Glatzkopf mit eckigen Bewegungen ihre Idylle stört.
Oder sie zwängen sich mit übergrossen Ohren in winzige
Boxen, verrichten undurchsichtige Teerituale und erscheinen durch
einen milchigen Lichtschimmer wie aus einer anderen Welt...Die kuriosen
Szenen übten eine Sogwirkung aus, welche sogar die unruhigsten
Zuschauer im jungen Publikum in den Bann zog...'
Berner Zeitung, 19.3.2002
' ...skurile, manchmal auch albtraumhafte Szenen.... Absurdes Bewegungstheater,
das mit hoher darstellerischer Präsenz und origineller Bewegungssprache
überzeugt...'
Neue Zürcher Zeitung, 22.3.2002