DRIFT fhrt vor Augen, wie sich das Fantastische im Unscheinbaren verbirgt.

KAMMERJÄGER

PREMIERE 1. MÄRZ 2002 ESPACE MONCOR FREIBURG

In Kammern jagen Jäger die wilden Tiere der Innenräume.
Ohne Kammerjäger, tanzen die Mäuse und die Küchenschaben treiben Schabernack; die Ratten brauen sich ein Süppchen, die Motten spinnen sich Mehlschlösser und der Bücherwurm ordnet seine Bibliothek.

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CHOREOGRAPHIE: compagnie drift TANZ: BÉATRICE JACCARD, PETER SCHELLING, MASSIMO BERTINELLI, BUDLANA BALDANOVA, VIACHESLAV ZUBKOV MUSIK/KOMPOSITION: FRANÇOIS GENDRE, MASSIMO BERTINELLI BÜHNE: PETER SCHELLING LICHT: FRANÇOIS GENDRE KOSTÜME: DAPHNE INEICHEN MASKE: SYLVIA TOMMASI

Wenn dann die Maden bei ihrem Frühstücksspeck sitzen, kommt der Jäger in die Kammer und macht allen den Garaus.
In der Falle hockt die Maus
und im Gas krümmt sich die Laus.
Dann lächelt der Jäger, putzt seine Flinte und ordnet seine Spraydosen.
Wenn in der warmen Stube die Menschen sitzen und sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern - lesen, kochen, warten, aufräumen, streiten - kommt plötzlich der Tod zur Tür hinein.
Alle scheucht er auf. Die Menschen schlagen Schnippchen und versuchen, ihn auszutricksen. Aber der Tod jagt sie alle hinaus auf den Erdball. Mit diesem rasen die Menschen dann ungeschützt durchs Weltall und möchten gern wieder heim.


Kritiken zu ‚Kammerjäger'

'...hedonistische Wanzen...In einem durch Stellwände angedeuteten Raum hocken vier der Tänzer wie vergnügungssüchtige Wanzen, um vom scharfen Auge des an einen Gefängniswärter erinnernden Kammerjägers nicht entdeckt zu werden...Ein raffiniert und lustvoll inszenierter Abgesang auf hedonistische Lebensfülle, irrwitzig und melancholisch abgehoben.'

Basler Zeitung, 11.3.2002


'...die compagnie drift eröffnet mit kuriosen Figuren einen seltenen Blick in abstruse Bilderwelten: Da stehen vier Menschen verschüchtert in einem engen Raum, schneiden im Team Tomaten, lesen synchron in Büchern und erstarren mit grossen Augen, wenn der Glatzkopf mit eckigen Bewegungen ihre Idylle stört. Oder sie zwängen sich mit übergrossen Ohren in winzige Boxen, verrichten undurchsichtige Teerituale und erscheinen durch einen milchigen Lichtschimmer wie aus einer anderen Welt...Die kuriosen Szenen übten eine Sogwirkung aus, welche sogar die unruhigsten Zuschauer im jungen Publikum in den Bann zog...'

Berner Zeitung, 19.3.2002


' ...skurile, manchmal auch albtraumhafte Szenen.... Absurdes Bewegungstheater, das mit hoher darstellerischer Präsenz und origineller Bewegungssprache überzeugt...'

Neue Zürcher Zeitung, 22.3.2002

 

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