Wir treffen freundliche Mitmenschen und verhelfen uns gegenseitig
zu schwierigen Lebenslagen. Wir verbergen unser sehnsüchtiges,
scheues Herz in einer rauen Schale und hören Radio, während
der Nachbar die Katze erschlägt.
Wir glauben nur, was wir sehen, aber wir sehen immer wieder die
verrücktesten Dinge, die uns begeistern und erschrecken.
Das Leben ist kompliziert. Das Glück flüchtet sich häufig
in unübersichtliche Situationen, aber die Zuversicht ist unerschüttert.
Manchmal sind wir gefasst und gesittet, und manchmal wirbeln wir
mit fliegenden Gliedern durch das Leben und unsere Seelen.
Alles dreht sich in höchstem Tempo.
Wir haben eine grosse Sehnsucht nach dem Leben, in dem wir zwar
noch mittendrin stehen, dass wir aber bereits als verloren bedauern,
weil wir uns rasend schnell dem Tod nähern.
Aber wir bleiben ruhig und heiter.
Alles was wir tun, mutiert zu einer surrealen, befriedigenden Nutzlosigkeit.
Und wenn im Gesicht des Geliebten plötzlich seine Totenmaske
sichtbar wird - was soll's - wir liegen alle schon bald tot in der
Erde oder als Asche im Topf. Und wenn uns das Grauen an der Gurgel
packt - dann versuchen wir mit ihm zu tanzen. Und wenn das nicht
geht, dann gehen wir und essen eine Bratwurst - das hilft immer.
Vor unseren Füssen öffnet sich der Abgrund, auf Bauchhöhe
beginnt das Paradies und unsere Köpfe stecken in den Wolken.
Pressestimmen zu „la vie heureuse“
"...zwei Frauen und drei Männer machen sich ihr Dasein
schwerer und natürlich manchmal auch leichter. Dass das Leben
sowieso kompliziert ist, wird vorausgesetzt...Belanglose Handlungen
werden originell umgesetzt und so unmerklich zur Kunst und ebenso
unmerklich zum kleinen Glück...Die Szenen wirken oftmals wunderbar
wie aus dem Moment entstanden. Mit kleinen Gesten wird viel ausgedrückt;
eine Hand wandert langsam ein wenig näher zum Gegenüber,
ein Bein rückt einen Zentimeter weg. Man weiss nicht recht...wäre
das denn nun das Glück? Der Mut zur auch mal minimalen Aktion
lohnt sich...Die Produktion lebt ganz DRIFT-like von den ungewöhnlich
starken Charakteren. Alle fünf Personen sind eigenständige,
fabelhaft kantige Persönlichkeiten und dennoch wirken sie als
Gruppe homogen...Mit ihren unkonventionellen Ideen und skurrilen
Bildern bringen sie es fertig, wirklich zu überraschen: ebenfalls
ein kleines Glücksgefühl!"
Tages-Anzeiger, Zürich, 15.1.01
"...die spritzig-originelle, absurd-heitere Choreographie "la
vie heureuse" - ein Glanzpunkt der Balletttage Oldenburg...eine
humorvolle Jagd mit Tendenz zum Absurden und Hang zum Abgründigen...Jede
Bewegung, selbst das Überschlagen von Beinen und Herumrutschen
auf dem Boden, gerät zum tänzerischen Ausdruck - stilisiert,
ohne ermüdend zu wirken, präzise, ohne fad zu sein..."
Nordwest-Zeitung, Oldenburg, 17. 3.
01
"...Das Glück ist eine tückische Sache. Wo es auftaucht,
enthüllt es sogleich auch Untiefen und Abgründe. Das zeigt
die compagnie drift mit ihrer wunderbaren Mischung aus surrealem
Tiefsinn, leichtfüssiger Poesie, witziger Absurdität,
Theater und Tanz. Die Menschen in compagnie drift freuen und ärgern
sich über die unterschiedlichsten Dinge. Doch alle sind sie
so dünnhäutig, dass ihnen das Glück mit Leichtigkeit
ins Herz fliegen kann, aber ihnen ebenso leicht wieder entwischt.
Das Geheimnis der Kunst von compagnie drift ist ihre zauberhaften
Fantasie, die sich mit einer fantastischen Bewegungspräzision
verbindet. Die Gruppe, die seit Jahren zu den Erfolgreichsten der
Schweizer Tanzszene gehört, abstrahiert, verdichtet, dekonstruiert
Handlungen und Interaktionen, bis kleine Gesten grosse Geschichten
erzählen können....Die Bewegungssprache der compagnie
drift ist ungewöhnlich und unterscheidet sich von anderen Tanzgruppen.
Bewegungsimpulse werden wie unter der Lupe vergrössert und
ins Fantastische und Abgründige gedehnt.
Neue Luzerner Nachrichten,
Luzern, 17.1.01
"...wie man sich tanzend ein Ohr abkaut..."la vie heureuse"
- ein irritierendes und zugleich bezauberndes Stück über
die Suche nach dem Glück...Für ihr hinreissendes und ergreifendes
Stück erhielt das Tanzquintett zu recht minutenlangen Applaus..."
Badische Neueste Nachrichten, Karlsruhe,
23.3.01
"...Alles ist minutiös aufeinander abgestimmt: Die eigenwillige
Musik auf ein individuell ausgeprägtes Bewegungsvokabular,
und dieses auf ein ungewöhnliches Bühnenbild...Die Leichtigkeit
ihrer Ironie macht auch den Zuschauer glücklich..."
Die Rheinpfalz, Ludwigshafen, 26.3.01
"...Wirbelnd, tropfend und quecksilberartig tanzt die compagnie
drift während einer Stunde Fragmente einer Sprache des Glücks...Die
Schwere des unglücklichen Suchens wird mit einer unterhaltsamen
Leichtigkeit und tänzerischer Präzision dargestellt."
Aargauer Zeitung, 15.1.01
"... sie beglücken das Publikum immer wieder mit dichten,
präzisen Tanzszenen, in denen etwas wie Glücklichsein
sichtbar wird...Choreographisch gehen sie von auf den ersten Blick
völlig gewöhnlichen und wie zufällig gefundenen Bewegungen
aus. Dann beginnen sie damit zu spielen, zu zaubern. Sie variieren
das Material, bauschen es zu grotesken Übertreibungen und mechanischem
Leerlauf auf oder stilisieren, konzentrieren, verdichten es auf
minimale Bewegungen und differenzieren es bis in alle Einzelheiten
aus...."
Der Landbote, Zürich, 16.1.01
Echte Meister der Zwischenwelten. ... Geschichten von Träumen
und Alpträumen, grazil und mit Biss zugleich. Begeisterter
Beifall.
Sdkurier, Ravensburg