DRIFT fhrt vor Augen, wie sich das Fantastische im Unscheinbaren verbirgt.

LA VIE HEUREUSE

PREMIERE UND KOPRODUKTION 2001 THEATERHAUS GESSNERALLEE ZÜRICH

Eigentlich sollten wir jetzt alle glücklich sein. Alles ist da. Also gehen wir und suchen es, das Glück. Es wird ja wohl irgendwo sein. Das wäre ja gelacht!

Glücklich wird man zusammen mit andern. Also tun wir uns zusammen. Und Aussenseiter tun sich mit Aussenseitern zusammen.

english text


Für ein optimales Druckergebnis dieser Page empfehlen wir Ihnen das Download der pdf-Datei.

La vie heureuse (pdf, 54 KB)

 

CHOREOGRAPHIE: COMPAGNIE DRIFT TANZ: BÉATRICE JACCARD, PETER SCHELLING, MASSIMO BERTINELLI, MICHAEL RÜEGG, FIONA HIRZEL MUSIK/KOMPOSITION: FRANÇOIS GENDRE, MASSIMO BERTINELLI LICHT: FRANÇOIS GENDRE KOSTÜME: JULIA CROTTET BÜHNE: PETER SCHELLING, MICHAEL RÜEGG BAUTEN: KURT BRUN MASKE: SYLVIA TOMMASI OEIL EXTERIEUR: DOMINIQUE RUST

Technische Angaben

Wir treffen freundliche Mitmenschen und verhelfen uns gegenseitig zu schwierigen Lebenslagen. Wir verbergen unser sehnsüchtiges, scheues Herz in einer rauen Schale und hören Radio, während der Nachbar die Katze erschlägt.

Wir glauben nur, was wir sehen, aber wir sehen immer wieder die verrücktesten Dinge, die uns begeistern und erschrecken.

Das Leben ist kompliziert. Das Glück flüchtet sich häufig in unübersichtliche Situationen, aber die Zuversicht ist unerschüttert.

Manchmal sind wir gefasst und gesittet, und manchmal wirbeln wir mit fliegenden Gliedern durch das Leben und unsere Seelen.

Alles dreht sich in höchstem Tempo.

Wir haben eine grosse Sehnsucht nach dem Leben, in dem wir zwar noch mittendrin stehen, dass wir aber bereits als verloren bedauern, weil wir uns rasend schnell dem Tod nähern.

Aber wir bleiben ruhig und heiter.
Alles was wir tun, mutiert zu einer surrealen, befriedigenden Nutzlosigkeit.

Und wenn im Gesicht des Geliebten plötzlich seine Totenmaske sichtbar wird - was soll's - wir liegen alle schon bald tot in der Erde oder als Asche im Topf. Und wenn uns das Grauen an der Gurgel packt - dann versuchen wir mit ihm zu tanzen. Und wenn das nicht geht, dann gehen wir und essen eine Bratwurst - das hilft immer.

Vor unseren Füssen öffnet sich der Abgrund, auf Bauchhöhe beginnt das Paradies und unsere Köpfe stecken in den Wolken.


Pressestimmen zu „la vie heureuse“

"...zwei Frauen und drei Männer machen sich ihr Dasein schwerer und natürlich manchmal auch leichter. Dass das Leben sowieso kompliziert ist, wird vorausgesetzt...Belanglose Handlungen werden originell umgesetzt und so unmerklich zur Kunst und ebenso unmerklich zum kleinen Glück...Die Szenen wirken oftmals wunderbar wie aus dem Moment entstanden. Mit kleinen Gesten wird viel ausgedrückt; eine Hand wandert langsam ein wenig näher zum Gegenüber, ein Bein rückt einen Zentimeter weg. Man weiss nicht recht...wäre das denn nun das Glück? Der Mut zur auch mal minimalen Aktion lohnt sich...Die Produktion lebt ganz DRIFT-like von den ungewöhnlich starken Charakteren. Alle fünf Personen sind eigenständige, fabelhaft kantige Persönlichkeiten und dennoch wirken sie als Gruppe homogen...Mit ihren unkonventionellen Ideen und skurrilen Bildern bringen sie es fertig, wirklich zu überraschen: ebenfalls ein kleines Glücksgefühl!"

Tages-Anzeiger, Zürich, 15.1.01


"...die spritzig-originelle, absurd-heitere Choreographie "la vie heureuse" - ein Glanzpunkt der Balletttage Oldenburg...eine humorvolle Jagd mit Tendenz zum Absurden und Hang zum Abgründigen...Jede Bewegung, selbst das Überschlagen von Beinen und Herumrutschen auf dem Boden, gerät zum tänzerischen Ausdruck - stilisiert, ohne ermüdend zu wirken, präzise, ohne fad zu sein..."

Nordwest-Zeitung, Oldenburg, 17. 3. 01


"...Das Glück ist eine tückische Sache. Wo es auftaucht, enthüllt es sogleich auch Untiefen und Abgründe. Das zeigt die compagnie drift mit ihrer wunderbaren Mischung aus surrealem Tiefsinn, leichtfüssiger Poesie, witziger Absurdität, Theater und Tanz. Die Menschen in compagnie drift freuen und ärgern sich über die unterschiedlichsten Dinge. Doch alle sind sie so dünnhäutig, dass ihnen das Glück mit Leichtigkeit ins Herz fliegen kann, aber ihnen ebenso leicht wieder entwischt. Das Geheimnis der Kunst von compagnie drift ist ihre zauberhaften Fantasie, die sich mit einer fantastischen Bewegungspräzision verbindet. Die Gruppe, die seit Jahren zu den Erfolgreichsten der Schweizer Tanzszene gehört, abstrahiert, verdichtet, dekonstruiert Handlungen und Interaktionen, bis kleine Gesten grosse Geschichten erzählen können....Die Bewegungssprache der compagnie drift ist ungewöhnlich und unterscheidet sich von anderen Tanzgruppen. Bewegungsimpulse werden wie unter der Lupe vergrössert und ins Fantastische und Abgründige gedehnt.

Neue Luzerner Nachrichten, Luzern, 17.1.01

"...wie man sich tanzend ein Ohr abkaut..."la vie heureuse" - ein irritierendes und zugleich bezauberndes Stück über die Suche nach dem Glück...Für ihr hinreissendes und ergreifendes Stück erhielt das Tanzquintett zu recht minutenlangen Applaus..."

Badische Neueste Nachrichten, Karlsruhe, 23.3.01


"...Alles ist minutiös aufeinander abgestimmt: Die eigenwillige Musik auf ein individuell ausgeprägtes Bewegungsvokabular, und dieses auf ein ungewöhnliches Bühnenbild...Die Leichtigkeit ihrer Ironie macht auch den Zuschauer glücklich..."

Die Rheinpfalz, Ludwigshafen, 26.3.01


"...Wirbelnd, tropfend und quecksilberartig tanzt die compagnie drift während einer Stunde Fragmente einer Sprache des Glücks...Die Schwere des unglücklichen Suchens wird mit einer unterhaltsamen Leichtigkeit und tänzerischer Präzision dargestellt."

Aargauer Zeitung, 15.1.01


"... sie beglücken das Publikum immer wieder mit dichten, präzisen Tanzszenen, in denen etwas wie Glücklichsein sichtbar wird...Choreographisch gehen sie von auf den ersten Blick völlig gewöhnlichen und wie zufällig gefundenen Bewegungen aus. Dann beginnen sie damit zu spielen, zu zaubern. Sie variieren das Material, bauschen es zu grotesken Übertreibungen und mechanischem Leerlauf auf oder stilisieren, konzentrieren, verdichten es auf minimale Bewegungen und differenzieren es bis in alle Einzelheiten aus...."

Der Landbote, Zürich, 16.1.01


Echte Meister der Zwischenwelten. ... Geschichten von Träumen und Alpträumen, grazil und mit Biss zugleich. Begeisterter Beifall.

Sdkurier, Ravensburg

 

zum seitenanfang

compagnie | aktuell | home

Moka Web Solutions   produced by moka web solutions | www.tanznetz.ch