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Konzept/ Künstl. Leitung: BÉATRICE JACCARD,
PETER
SCHELLING Kreation/ Performance: compagnie drift – BÉATRICE JACCARD,
Peter
Schelling, MASSIMO BERTINELLI,
Ivan Wolfe, Michael Rüegg, Fiona Hirzel Bühne: PETER
SCHELLING & Michael Rüegg Licht: François Gendre
Musik: Ilja Komarov & Trixa Arnold Kostüme: Daphné
Ineichen Maske: Sylvia Tommasi Assistenz Bühne: Sergej Nikokochev
Oeil exterieur: Dominique Rust & Beatrice Rossi Produktionsleitung:
Beatrice Rossi
Technische
Angaben
Menschen mit La Paloma in den Ohren und Industriesound in den Beinen
schichten Gegensätze aufeinander
und versuchen sich in Nutzlosigkeit.
Seilschaften und Zweckallianzen
veranstalten Konkurrenz-Konzerte
Testreihen fadenscheiniger Magie rollen sich von hinten her selber
auf.
Wir nehmen nicht teil an einem gewöhnlichen Endspiel. Das Finale
ist kein glanzvolles Grossereignis, sondern schlicht die letzte Runde
vor dem Ende. Sie findet in einem einfach gehaltenen surrealen Raum-
und Musikarrangement statt.
Die Akteure sind stolz, bis ins Finale gekommen zu sein.
Aber jetzt finden sie sich in einem Niemandsland wieder – gestrandet
- und wissen nun nicht genau, wohin mit Armen, Beinen und Schritten.
Wenn sie nicht an der Bar hängen, verkeilen sie sich gegenseitig
in verqueren Bewegungsabläufen oder verschwinden hinter einer
Wand aus Rauch. Oder sie finden sich in kontrapunktierende Sequenzen
zum selbstvergessenen Musizieren auf seltsamen Instrumenten.
Es sind Kraftprotze und verlorene Seelen, schwankend zwischen der
Angst vor dem erreichten Endpunkt und der anarchischen, lustvollen
Freiheit, die sie an diesem Weltrand finden.
Die Finalisten befolgen in stillschweigender Übereinkunft bestimmte,
schwer zu durchschauende Spielregeln, lassen sich pausenlos neue,
nahe liegende oder abstruse, Möglichkeiten einfallen, testen
die Reaktionsfähigkeit des andern und reizen die Vorgaben der
selbst erfundenen Wettbewerbe mit überraschenden Ideen aus.
Mit vollem Einsatz und grosser Ernsthaftigkeit wird konsequent und
hartnäckig jede Szene in eine groteske
Übersteigerung getrieben und dann abrupt abgebrochen, aufgelöst
oder in etwas Gegenteiliges überführt. Die Genauigkeit im
Aufgehen in Einzelheiten und das Unbestimmte der Übergänge
wirken gleichermassen geheimnisvoll.
PresseauszÜge
‚HinterhÄltige
KÄmpfe um Macht’
‚...packende Tanzszenen...Die Zürcher
Cie Drift entlarvt in ihrem Stück ‚Les
Finalistes’ die Bewegungsmuster des
Erfolgs und die Kämpfe der Aufstrebenden...
...Drift schlüpft in diesem
Stück unter die Oberfläche
der Gesellschaft und untersucht
subkutan die vielfältigen
Machtmechanismen, die ihre Beziehungen
durchdringen. Dem Voyeur – dem
Publikum nämlich – ist
dieses groteske Endspiel trotzdem
eine Lust...’
...Die Cie Drift hat sich
mit dem Vokabular des Siegens
und Besiegt-Werdens auseinandergesetzt...die
Spiele die da getrieben werden,
sind hinterlistig, rücksichtslos
und gemein...in anderen Szenen
geht die Runde dieser siegeslustigen
Finalisten gerne auch deftiger
zur Sache: So arten die Umarmungen
der Paare in handfeste Zweikämpfe
aus...Der freundschaftliche Handschlag
zwischen zwei Männern wird
zum Messen der Körperkräfte...Zu
immer neuen, noch aberwitzigen
Variationen des Triumphs treiben
die TänzerInnenin dieser
Endrunde sich gegenseitig an...
BaslerZeitung,
22.4.05
"WENN KÖRPER
AUFMUCKEN"
"...ihr vorgehen ist ebenso einfach wie effizient. Hier ist das
Finale kein glanzvolles Grossereignis, sondern schlicht die letzte
Runde vor dem Ende. Getanzt wird in einem einfach gehaltenen surrealen
Raum- und Musikarrangement...Das ist kein Ort, um rauschende Siege
zu feiern – und doch tanzen sich die sechs Finalisten unbeirrt
voran... doch wollen die Körper nie so richtig folgen. Sie
mucken auf, unterwandern den unbedingten Willen zum Erfolg...Auch
will das mit der Nähe und Distanz nicht klappen. Dauernd landen
Hände in fremden Gesichtern, Armbeugen verschränken sich
unlösbar. Es wird gezerrt und gezogen. Achtlos werden Hälse
verbogen oder versteifte Arme beinahe aus den Gelenkkapseln geschüttelt.
Jeder ist sich selber am nächsten..."
Tages-Anzeiger, Zürich, 3.5.04
"ZAUBERHAFTER ENDSPURT"
...Die Finalisten sind Gestalten, die ebenso kraftprotzend wie
verloren sind. Sie zaubern schräge Töne aus Musikinstrumenten,
klopfen sich gegenseitig die Körper ab, umarmen sich oder stellen
sich gegenseitig ein Bein. Und manchmal verschwinden sie hinter
einer wolkigen Wand, als kämen sie von einem anderen Stern...
tosender Applaus im Theaterhaus Gessnerallee..."
Zürcher Oberländer,
3.5.04
"SKURRIlE FINALISTEN"
"...Gesten geraten aus den Fugen, schlingern in skurrile Bewegungsabläufe
und fügen sich zu zauberhaften Bewegungsbildern zwischen Slapstick
und Poesie...die Finalisten benehmen sich wie Kraftprotze oder verlorene
Seelen...Das Publikum war von "les finalistes" begeistert und feierte
das Stück mit frenetischem Applaus...Damit ist der Zürcher
Tanzcompagnie ..ein neuer Wurf geglückt..."
Neue Luzerner Zeitung, Luzern 11.5.04
"EIGENE TANZSPRACHE"
"...Nie aggressiv, doch mit vollem Einsatz und grosser Ernsthaftigkeit
wird konsequent und hartnäckig jede Szene in eine groteske
Übersteigerung getrieben und dann abrupt abgebrochen, aufgelöst
oder in etwas Gegenteiliges überführt. Die Genauigkeit
im Aufgehen in Einzelheiten und das Unbestimmte der Übergänge
wirken gleichermassen geheimnisvoll..."
Zürichsee-Zeitung, 3.5.04
"FINAL MIT ENDZEITSTIMMUNG"
"...Mit Pokerface messen sie ihre Kräfte im Tanzduell, verkeilen
sich mit Armen und Köpfen ineinander, bis Schultergelenke fast
auskugeln und Hälse brechen. Ihre heftigen Bewegungen wirken
genauso mechanisch wie verstört und ihr Spiel umso perfider,
als zärtliches Abtasten in angriffige Dominanz ausartet..."
Berner Zeitung, Bern 17.5.04
"MELANCHOLIE DER ÜBRIGGEBLIBENEN"
"...Durch die Verweigerung jeglicher herkömmlichen Final-Stimmung
bringt die Compagnie Drift überraschende Bilder hervor...In
einem unheimlichen Puppenspiel verhaspeln sich die Frauen betont
lakonisch ineinander, und raffiniert bauen sich die Herren zu Machos
auf, um sogleich, wie in einem lichten Moment der Selbstbeobachtung,
wieder je in sich zusammenzufallen..."
Neue Zürcher Zeitung, Zürich,
3.5.04
ZURÜCK IN DIE URNEBELSUPPE
"... getragen von den luftig-leichten Kompositionen von Ilja Komarov/
Trixa Arnold besticht "les finalistes" durch atmosphärisch
dichte Bilder... die Bewegungen der musikalischen Finalisten wurzeln
sowohl im Tänzerischen wie im Alltäglichen und kippen
oft vom Zärtlichen ins Brutale..."
Mittelland Zeitung, 3.5.04
"ENTRE LUDISME ET PROFONDEUR"
"...Des bras qui se cherchent, des corps qui s"évitent,
une passion palpable qui dévore les couples qui dansent.
Il y a une omniprésence du tango das cette création
de Drift, que ce soit la musique sur laquelle les danseurs s"expriment,
le rythme, la froide élégance, et toujours cette flamboyante
passion qui lie ou sépare les intervenants..."
Brückenbauer Neuchâtel-Fribourg,
11.5.04
"ETRANGES ET FAMILIERS, „LES FINALISTES“"
"..."les finalistes" allume les feux d"une douce folie et suscite
chez le spectateur la sensation de voir évoluer des personnages
à la fois étranges et familiers. Des situations quotidiennes
qui basculent dans le surréalisme, un humour délicieux
surgissant là où on ne l"attend pas, une empreinte
poétique et souvent, l"irrésistible sérieux
du clown...ils font de la musique avec des instruments étranges,
dansent le tango, se défient, s"enlancent et se lancent dans
des tête-à-tête obsédants..."
La Liberté, Lausanne, 8.5.04
Mit bestem Dank für die Unterstützung von:
Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Pro Helvetia, Stanley
Thomas Johnson Stiftung, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Amt
für Kultur des Kantons Freiburg, SSA – Schweizerische Autorengesellschaft,
Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr, Jubiläumsstiftung der
Zürich Versicherung, L&arc