DRIFT fhrt vor Augen, wie sich das Fantastische im Unscheinbaren verbirgt.

LES FINALISTES

Uraufführung 1. Mai 2004 Theaterhaus Gessnerallee
Eine Koproduktion von compagnie drift mit Steps #9 Internationales Tanzfestival Schweiz und Theaterhaus Gessnerallee-

Sind alle lieb miteinander
stützen müde Köpfe
falten Gelenke nach hinten
saugen Gefühle von Haut und Haar
und pflücken Ohren.

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Copyright Photo: Christian Altorfer mehr Bilder

Konzept/ Künstl. Leitung: BÉATRICE JACCARD, PETER SCHELLING Kreation/ Performance: compagnie drift – BÉATRICE JACCARD, Peter Schelling, MASSIMO BERTINELLI, Ivan Wolfe, Michael Rüegg, Fiona Hirzel Bühne: PETER SCHELLING & Michael Rüegg Licht: François Gendre Musik: Ilja Komarov & Trixa Arnold Kostüme: Daphné Ineichen Maske: Sylvia Tommasi Assistenz Bühne: Sergej Nikokochev Oeil exterieur: Dominique Rust & Beatrice Rossi Produktionsleitung: Beatrice Rossi

Musik CD mit der Kompositon von Ilja Komarov & Trixa Arnold
erhältlich unter leshalmas@bluewin.ch

DEMO
Desert walk Download 1.71 MB Stream
Gummis Download 911 KB Stream
Tokyok Download 980 KB Stream

Technische Angaben

Menschen mit La Paloma in den Ohren und Industriesound in den Beinen
schichten Gegensätze aufeinander
und versuchen sich in Nutzlosigkeit.

Seilschaften und Zweckallianzen
veranstalten Konkurrenz-Konzerte

Testreihen fadenscheiniger Magie rollen sich von hinten her selber auf.

Wir nehmen nicht teil an einem gewöhnlichen Endspiel. Das Finale ist kein glanzvolles Grossereignis, sondern schlicht die letzte Runde vor dem Ende. Sie findet in einem einfach gehaltenen surrealen Raum- und Musikarrangement statt.

Die Akteure sind stolz, bis ins Finale gekommen zu sein.
Aber jetzt finden sie sich in einem Niemandsland wieder – gestrandet - und wissen nun nicht genau, wohin mit Armen, Beinen und Schritten.
Wenn sie nicht an der Bar hängen, verkeilen sie sich gegenseitig in verqueren Bewegungsabläufen oder verschwinden hinter einer Wand aus Rauch. Oder sie finden sich in kontrapunktierende Sequenzen zum selbstvergessenen Musizieren auf seltsamen Instrumenten.

Es sind Kraftprotze und verlorene Seelen, schwankend zwischen der Angst vor dem erreichten Endpunkt und der anarchischen, lustvollen Freiheit, die sie an diesem Weltrand finden.

Die Finalisten befolgen in stillschweigender Übereinkunft bestimmte, schwer zu durchschauende Spielregeln, lassen sich pausenlos neue, nahe liegende oder abstruse, Möglichkeiten einfallen, testen die Reaktionsfähigkeit des andern und reizen die Vorgaben der selbst erfundenen Wettbewerbe mit überraschenden Ideen aus.
Mit vollem Einsatz und grosser Ernsthaftigkeit wird konsequent und hartnäckig jede Szene in eine groteske
Übersteigerung getrieben und dann abrupt abgebrochen, aufgelöst oder in etwas Gegenteiliges überführt. Die Genauigkeit im Aufgehen in Einzelheiten und das Unbestimmte der Übergänge wirken gleichermassen geheimnisvoll.


PresseauszÜge

‚HinterhÄltige KÄmpfe um Macht’

‚...packende Tanzszenen...Die Zürcher Cie Drift entlarvt in ihrem Stück ‚Les Finalistes’ die Bewegungsmuster des Erfolgs und die Kämpfe der Aufstrebenden...

...Drift schlüpft in diesem Stück unter die Oberfläche der Gesellschaft und untersucht subkutan die vielfältigen Machtmechanismen, die ihre Beziehungen durchdringen. Dem Voyeur – dem Publikum nämlich – ist dieses groteske Endspiel trotzdem eine Lust...’

...Die Cie Drift hat sich mit dem Vokabular des Siegens und Besiegt-Werdens auseinandergesetzt...die Spiele die da getrieben werden, sind hinterlistig, rücksichtslos und gemein...in anderen Szenen geht die Runde dieser siegeslustigen Finalisten gerne auch deftiger zur Sache: So arten die Umarmungen der Paare in handfeste Zweikämpfe aus...Der freundschaftliche Handschlag zwischen zwei Männern wird zum Messen der Körperkräfte...Zu immer neuen, noch aberwitzigen Variationen des Triumphs treiben die TänzerInnenin dieser Endrunde sich gegenseitig an...

BaslerZeitung, 22.4.05


"WENN KÖRPER AUFMUCKEN"

"...ihr vorgehen ist ebenso einfach wie effizient. Hier ist das Finale kein glanzvolles Grossereignis, sondern schlicht die letzte Runde vor dem Ende. Getanzt wird in einem einfach gehaltenen surrealen Raum- und Musikarrangement...Das ist kein Ort, um rauschende Siege zu feiern – und doch tanzen sich die sechs Finalisten unbeirrt voran... doch wollen die Körper nie so richtig folgen. Sie mucken auf, unterwandern den unbedingten Willen zum Erfolg...Auch will das mit der Nähe und Distanz nicht klappen. Dauernd landen Hände in fremden Gesichtern, Armbeugen verschränken sich unlösbar. Es wird gezerrt und gezogen. Achtlos werden Hälse verbogen oder versteifte Arme beinahe aus den Gelenkkapseln geschüttelt. Jeder ist sich selber am nächsten..."

Tages-Anzeiger, Zürich, 3.5.04


"ZAUBERHAFTER ENDSPURT"

...Die Finalisten sind Gestalten, die ebenso kraftprotzend wie verloren sind. Sie zaubern schräge Töne aus Musikinstrumenten, klopfen sich gegenseitig die Körper ab, umarmen sich oder stellen sich gegenseitig ein Bein. Und manchmal verschwinden sie hinter einer wolkigen Wand, als kämen sie von einem anderen Stern... tosender Applaus im Theaterhaus Gessnerallee..."

Zürcher Oberländer, 3.5.04


"SKURRIlE FINALISTEN"

"...Gesten geraten aus den Fugen, schlingern in skurrile Bewegungsabläufe und fügen sich zu zauberhaften Bewegungsbildern zwischen Slapstick und Poesie...die Finalisten benehmen sich wie Kraftprotze oder verlorene Seelen...Das Publikum war von "les finalistes" begeistert und feierte das Stück mit frenetischem Applaus...Damit ist der Zürcher Tanzcompagnie ..ein neuer Wurf geglückt..."

Neue Luzerner Zeitung, Luzern 11.5.04


"EIGENE TANZSPRACHE"

"...Nie aggressiv, doch mit vollem Einsatz und grosser Ernsthaftigkeit wird konsequent und hartnäckig jede Szene in eine groteske Übersteigerung getrieben und dann abrupt abgebrochen, aufgelöst oder in etwas Gegenteiliges überführt. Die Genauigkeit im Aufgehen in Einzelheiten und das Unbestimmte der Übergänge wirken gleichermassen geheimnisvoll..."

Zürichsee-Zeitung, 3.5.04


"FINAL MIT ENDZEITSTIMMUNG"

"...Mit Pokerface messen sie ihre Kräfte im Tanzduell, verkeilen sich mit Armen und Köpfen ineinander, bis Schultergelenke fast auskugeln und Hälse brechen. Ihre heftigen Bewegungen wirken genauso mechanisch wie verstört und ihr Spiel umso perfider, als zärtliches Abtasten in angriffige Dominanz ausartet..."

Berner Zeitung, Bern 17.5.04


"MELANCHOLIE DER ÜBRIGGEBLIBENEN"

"...Durch die Verweigerung jeglicher herkömmlichen Final-Stimmung bringt die Compagnie Drift überraschende Bilder hervor...In einem unheimlichen Puppenspiel verhaspeln sich die Frauen betont lakonisch ineinander, und raffiniert bauen sich die Herren zu Machos auf, um sogleich, wie in einem lichten Moment der Selbstbeobachtung, wieder je in sich zusammenzufallen..."

Neue Zürcher Zeitung, Zürich, 3.5.04


ZURÜCK IN DIE URNEBELSUPPE

"... getragen von den luftig-leichten Kompositionen von Ilja Komarov/ Trixa Arnold besticht "les finalistes" durch atmosphärisch dichte Bilder... die Bewegungen der musikalischen Finalisten wurzeln sowohl im Tänzerischen wie im Alltäglichen und kippen oft vom Zärtlichen ins Brutale..."

Mittelland Zeitung, 3.5.04


"ENTRE LUDISME ET PROFONDEUR"

"...Des bras qui se cherchent, des corps qui s"évitent, une passion palpable qui dévore les couples qui dansent. Il y a une omniprésence du tango das cette création de Drift, que ce soit la musique sur laquelle les danseurs s"expriment, le rythme, la froide élégance, et toujours cette flamboyante passion qui lie ou sépare les intervenants..."

Brückenbauer Neuchâtel-Fribourg, 11.5.04


"ETRANGES ET FAMILIERS, „LES FINALISTES“"

"..."les finalistes" allume les feux d"une douce folie et suscite chez le spectateur la sensation de voir évoluer des personnages à la fois étranges et familiers. Des situations quotidiennes qui basculent dans le surréalisme, un humour délicieux surgissant là où on ne l"attend pas, une empreinte poétique et souvent, l"irrésistible sérieux du clown...ils font de la musique avec des instruments étranges, dansent le tango, se défient, s"enlancent et se lancent dans des tête-à-tête obsédants..."

La Liberté, Lausanne, 8.5.04

 

Mit bestem Dank für die Unterstützung von: Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Pro Helvetia, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Amt für Kultur des Kantons Freiburg, SSA – Schweizerische Autorengesellschaft, Zuger Kulturstiftung Landis & Gyr, Jubiläumsstiftung der Zürich Versicherung, L&arc

 

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