Heidenspass & Höllenangst

Konzept/Regie: Béatrice Jaccard, Peter Schelling Choreografische Leitung: Béatrice Jaccard Choreografie/Tanz: compagnie drift - Massimo Bertinelli, Budlana Baldanova, Béatrice Jaccard, Judith Rohrbach, Michael Rüegg, Peter Schelling, Viacheslav Zubkov Bühne: Peter Schelling Licht: François Gendre Kostüme: Daphne Ineichen Komposition: Massimo Bertinelli, François Gendre, Simon Hostettler Dramaturgie: Brigitte Knöss Produktionsleitung: Beatrice Rossi

Première am 15. November 02 im luzernertheater

Eine Koproduktion von luzerntanz am luzernertheater und compagnie drift. compagnie drift wird für diese Produktion unterstützt von Pro Helvetia, Präsidialdepartement der Stadt Zürich und Stanley Thomas Johnson Stiftung

Bisherige Vorstellungen: Luzerner Theater (CH); Chiasso Danza (CH); TRAFÓ - House of Contemporary Arts - Budapest (H); Tanz in Olten (CH); Tanztage Basel (CH); Genua 04 -European Capital of Culture - Teatro dell’ Archivolto (I); LOT- Theater Braunschweig (D); Tollhaus Karlsruhe (D); Treffpunkt Rotebühlplatz, Stuttgart (D); Tanztage 05 - Posthof Linz (A); Tanzräume 2005, Hagen (D); XII. Annual Intern. Contemp. Dance Conference/ Performance Festival - Krakau, Kalisz, Bytom (PL); Espace Nuithonie, Villars-sur-Glâne (CH); Theater an der Sihl, Zürich (CH); 9th Bharat Rang Mahotsav – Kamani Auditorium, New Delhi (India); Ranga Shankara, Banagalore (India); Rabindra Sadan, Kolkata (India); Sophia Bhabha Hall, Mumbai (India); Kukart Festival, St. Petersburg (RUS), Theater Hameln (D)

In Heidenspass & Höllenangst taucht die compagnie drift in die Atmosphären des Mittelalters ein, ohne dieses historisch-naturalistisch abbilden zu wollen.
Sie bringt Figuren auf die Bühne, die den Steinmetzreliefs an Kathedralen oder Illustrationen alter Liederhandschriften entsprungen sein könnten.

Das Lebensgefühl einer Gesellschaft wird dargestellt, welche die ganze Spannbreite zwischen trunkenem Spass und realer Todesangst als permanente Zerreissprobe ertragen muss oder will.

Vieles erscheint uns in dieser Welt fremd und vertraut zugleich. Das Schöne und das Hässliche vermischen sich, Angst und Freude liegen nah beieinander. Krasse Gegensätze sind die Norm und wilde Lust, grosse Unsicherheit und Zerbrechlichkeit durchdringen alles.
Die Zuschauer tauchen in die surrealen Welten des Bühnengeschehens ein, die von konkreten Hoffnungen und Ängsten gespeist sind, und bewegen sich mit den Darstellern in einem faszinierenden Kosmos, der zeitlos ist und voller Bezüge zu unserem tatsächlichen Dasein.

Bizarre Fabelwesen zwischen Mensch und Tier bevölkern die Bühne. Urtümliche Kräfte sind im Spiel, Schönes und Hässliches, Faszinierendes und Abstossendes paart sich in wildem Reigen. Angst, Freude, Hoffnung und Schrecken liegen nah beieinander.

So entsteht ein skurriler, poetischer, surrealer Bilderbogen zwischen Himmel und Hölle; ein Universum von Grenzzuständen und Absurditäten, in welchem tragische und komische Momente sich irrlichternd verbinden; und wo immer wieder hinter vorgehaltener Ironie treffsicher die menschliche Brutalität aufblitzt.

Kritiken zu 'Heidenspass & Höllenangst'

Tänzerisches Neuland

'...tänzerisches Neuland mit der Compagnie Drift...Eine ganz andere Dimension der Körpersprache - minimalistisch, in der jede noch so kleine Bewegung Bedeutung erlangt. Sie lassen sich unendlich Zeit, entwickeln ihre Figuren, ihre Szenen, die dann plötzlich zu explodieren scheinen. Ein Kampf zwischen zwei Männern, atemberaubendes Tempo, wenn sie sich vom Boden wegschnellen, in der Luft zu verharren scheinen, eine andere Form der Elevation...Was Drift vor allem auszeichnet, die Schwerelosigkeit mit der sie agieren, wenn beispielsweise eine Frau...in der Luft zu schweben scheint - schwerelos, körperlos. Dann wieder Drastik, wenn eine Hand abgehackt wird, die sich selbstständig macht und wie eine Spinne über das Mäuerchen wuselt...Der Charme der kleinen Gesten löst sich auf in der Fülle und Fantasie der Bilder - eine Stunde lang ohne Pause und die grandios gestaltet...' DEWEZET, Deutschland, 3.5.2010


Ein tolle Show

„..Magischer Realismus wird mit alltäglichen aber rhythmisierten Bewegungen vermischt...düster, melancholisch und hypnotisch, eine Komödie der Irrtümer..“ The Indian Express, New Dehli, Indien, 10.1.07

Bizarre Wesen in einer surrealen Welt

„..Die Bilder zeigen eine surreale Gesellschaft, deren Gefühle heftig zwischen trunkener Komödie und der realistischen Angst vor dem Tod schwanken..“ The Pioneer, New Delhi, Indien 11.1.07

Absurdes Theater

„..Im Kamani Auditorium wurde eine unnachahmliche und wichtige zeitgenössische Choreographie einer der besten Schweizer Tanzkompanien gezeigt...Mit Bühnenfiguren, die wie aus Illustrationen von alten Manuskripten gezeugt schienen und in einer Mittelalterstimmung weit entfernt vom Naturallismus...eine erstaunliche Aufführung...“ Mid Day, New Delhi, Indien, 22.1.07

Aufeinandertreffen von Witz und Poesie

„..Die Aufführung war einzigartig und spritzig und brachte das Publlikum gleichzeitigzum Lachen und zu tiefer Reflektion. Drifts Anspruch auf Qualität, Originalität und Innovation wurde mehr als erfüllt. Das Publikum hätte gern noch mehr vom Gleichen gesehen. Hervorragendes Licht, exzellenter Tanz..“ Deccan Herald, Bangalore, Indien, 21.1.07

Man könnte sich in der starken Bilderwelt verlieren

„..Das ganze Stück wirkte sie ein wunderbares Bild von zeitgenössischer Kunst..Sie nahmen das Publikum mit auf eine Reise durch Vergnügen, Lust, Liebe, Angst, Wut..Die Tänzer hatten die erstaunliche Fähigkeit, sich wie eine Ballerina zu bewegen, sich zu verdrehen und verbiegen wie Gummi und sich dabei ohne Worte auszudrücken..“ Deccan Herald, Bangalore, Indien, 15.1.07

Fokus auf Körpersprache

„..das Groteske mischt sich mit dem Schönen, das Abstossende mit der Faszination, Das Tragische mit dem Komischen...der Wagemut der Akteure hielt das Publikum in Bann..unglaublich raffiniert..eine Aufführung die eine standing ovation auslöste..“ Hindustan Times, Kolkata, Indien, 18.1.07

Surreale Welten zwischen Freude und grosser Angst

„Es war grossartig, witzig, fantasievoll, genial...Ein surreales martialisches Spektakel, das optisch einem Fantasy-Film entsprungen sein könnte, dessen organische Maschinen die Welt beherrschen...Der Reiz der Inszenierung von Béatrice Jaccard und Peter Schelling steckte in der Illusion. Durch ihre Art, sich zu bewegen, wurden Menschen zu Maschinen oder sie verschmolzen zu einem neuen Organismus...der Höhepunkt, eine krasse Splatterszene...wo die Akteure sich selbst oder gegenseitig alle Gliedmassen abtrennen, die zum Teil autonom weiterleben. Das klingt grausig, war aber komisch anzusehen...

‚Heidenspass und Höllenangst’ war ein Erlebnis, voller Ironie und genial umgesetzt... skurril und poetisch...’ Westfälische Rundschau, Deutschland, 17.6.05

Mehrköpfige und vielarmige Wesen

‚...Ein Danse macabre zwischen Himmel und Hölle, zwischen schaurig und lustig...Magische Bilder werden entwickelt, surreal und grotesk, verblüffend und absurd.’  oönachrichten, Linz, Oesterreich, 16.April.05

Bizzare Wesen

‚...Eine skurrile Welt mittelalterlich anmutender Fabelwesen...Die absonderlichen Bühnenwesen...sind genauso im modernen Alltag und im allgemein Menschlichen verhaftet...So kann abstraktes Tanztheater erzählen, ohne den gesellschaftlichen Bezug bloss konzeptionell zu behaupten...’ Stuttgarter Zeitung, 29.11.2004

Makabre und beredte Komik

‚...Munter wurden Glieder abgesägt, Augen ausgestochen und aufgegessen, mit abgehackten Köpfen gerollt...auf der Mauer bewegten sich gespenstisch flink scheinbar abgetrennte Tänzer-Körperteile hin und her...Makaber aber unglaublich komisch...Mitreissend...die Zweikämpfe...in denen sich ganze Romane von Hass, Liebe und Eifersucht abspielen...Der Sieger wird zur Belohnung von den Frauen liebevoll gestreichelt – und aufgegessen. Ein Moment wie ein Blitzschlag. Ganz schön erhellend, was Drift so ganz ohne Worte über die Menschen zu sagen hat...’ Badische Neueste Nachrichten, 26.11.2004

Zelebrierte Sinnenfreude, Liebeslust und Folter

‚Heidenspass & Höllenangst’ ist ausgeklügeltes, skurriles und poetisches Tanztheater und besticht durch eine geschickt aufgebaute Dramaturgie...Der Compagnie Drift gelingt mit ihrem Stück ein regelrechter Spagat: sie schlagen eine Brücke zwischen Hunderten von Jahren und werfen von den Bilderwelten des Mittelalters doch einen Blick auf die Bildmedien unserer Zeit. Ein solch kluges Pendeln zwischen verschiedenen Bildwelten auf derart witzige Weise hat man selten gesehen...echtes Zuschauerglück...’

‚...Edelfräulein, Teufel, Hexen, Ritter, Bauern und Heilige tanzen da gleichermassen ihren himmlischen Höllenreigen auf der Bühne...Dabei wird die Medialität dieser Figuren immer mitreflektiert... von der zelebrierten Sinnenfreude und Liebeslust bis zu Folter und Martyrium blitzt da alles auf, nicht als Abbild einer allfälligen Realität, sondern als in Tanz geronnene Phantasmen einer spezifischen Zeit...’ Basellandschaftliche Zeitung, Basel, 29.11.03

Der Kopf als Ball, die hand flitzt solo

‚...die Tänzer der Schweizer Compagnie drift spielen mit der Schwerkraft des Körpers, durchlaufen von der knochentrockenen Flexibilität der Puppe bis zur Verselbständigung der Körperteile alle Grade des materiellen Selbstbewusstseins...Schwarzer Humor, mit der die Höllenangst pariert werden soll...Verdient kräftiger Applaus...’ Braunschweiger Zeitung, Braunschweig, 01.03.04

Surreale Stimmungen

‚...In einer beschwörenden, surrealen Atmosphäre, zwischen Hölle und Paradies, bewegen sich bizarre und tierisch anmutende Kreaturen...schön und hässlich, faszinierend und abstossend, Männertiere, vielarmige Wesen, keusche Mädchen und niederträchtige Kerle erscheinen wie eine Erleuchtung menschlicher Brutalität auf der Bühne und überfluten diese mit einer grotesken und schillernden Atmosphäre...die Absurditätdes Alltags wird so mit feiner, vernichtender Ironie von den äusserst geschickten Tänzern vorgeführt, die es perfekt verstehen, zugleich lustig und sehr präzise zu sein. Die es aber vor allem verstehen, die Wirklichkeit in ihren grössten Widersprüchen und Unsinnigkeiten zu zeigen...’ VareseWeb, Chiasso, 14.5.03

Zwitterwesen tanzen in surrealen Rätselwelten

‚Ein Heidenspass und eine Höllenangst verweben sich zu einem skurrilen, poetischen, surrealen Bilderbogen zwischen Himmel und Hölle...Die Tänzerinnen und Tänzer tauchen in die Atmosphären des Mittelalters ein, ohne dieses historisch-naturalistisch abbilden zu wollen. Vielmehr entfaltet sich ein Universum von Grenzzuständen und Absurditäten, in welchem tragische und komische Momente sich irrlichternd verbinden...

Die Bewegungssprache ist eine faszinierende Mischung aus Tanz und Theater, eine Körpersprache glasklarer Gesten und wundersamer Impulse. Mal sind die Tanzenden Menschen, die sich zart oder aggressiv begegnen, mal wirken sie wie Rätselwesen einer poetischen Zwitterwelt...eine Mischung von Tier und Mensch.

...die Tanzenden kreieren eine wundersame Atmosphäre von Langsamkeit und schwebender Zeitlosigkeit...

Nicht umsonst gehört die Zürcher Compagnie zu den wichtigsten und eigenwilligsten der Schweizer Szene und ist längst international bekannt.‘Luzerner Zeitung, 18. Nov. 02

Das Hereinbrechen des Mittelalters

‚...Wie immer bei Produktionen von Drift staksen die Figuren traumtänzerisch und manchmal slapstickartig durch die Szenerie. Immer präzis in der Bewegung, manchmal verhalten und Handkerum hektisch verstört, können sie ein unerwartet unheimliches Potenzial entwickeln...Wenn die Tänzerinnen und Tänzer einander ungerührt niederstechen, Beine abschneiden und Schädel spalten und dabei ein hinreissendes Hinrichtungs-Ballett aufs Parkett legen, blitzt hinter vorgehaltener Ironie effektsicher die menschliche Brutalität auf...der Erfindungsgabe scheinen keine Grenzen gesetzt...‘ Basler Zeitung, 19. Nov. 02

Tanz gegen die Schwerkraft

‚...leichtfüssig und mit Schalk, aber stets subtil...Die Körper der TänzerInnen scheinen in der Luft zu schweben. Eine Art liebenswürdige Geisterwesen, deren Körperteile nicht zusammen-gehören...Keusche Paartänze erzeugen eine seltsam entrückte Stimmung...‘ tanz-danse.ch, 22.Nov. 02

Heidenspass verdrängt Höllenangst

...Das Stück bringt Figuren auf die Bühne, die den Steinmetzreliefs an Kathedralen oder Illustrationen alter Liederhandschriften entsprungen sein könnten...der Stil ist eigenwillig, verquer, skurril...Die Tanzenden wirken überzeugend; sie tanzen quicklebendig sind voller Bewegungsfantasie. Dazu beherrschen sie das Kunststück, sowohl verspielt als auch bewundernswert präzis zu seine...‘ Tages Anzeiger, 18. Nov. 02

Ein wilder Reigen in vergangene Welten

‚...Bizarre Fabelwesen zwischen Mensch und Tier bevölkern die Bühne, urtümliche Kräfte sind im Spiel, Schönes und Hässliches, Faszinierendes und Abstossendes paart sich in wildem Reigen. Angst, Freude, Hoffnung und Schrecken liegen nah beieinander in dieser Welt, in der sich die Kreatur als Spielball fremder Mächte fühlt und nie weiss, wann das Ende naht. Auch wenn die Produktion in vergangene Welten einführt, fehlt es nicht an Bezügen zu unserem Dasein, denn letztlich dreht sie sich um zeitlose fragen der Existenz...‘Schweizer Illustrierte, 18. Nov. 02

Tanz der wunderlichen Wesen

‚...skurrile Figuren in lose verbundenen Szenen...mit mimischem Schalk und gestischem Witz, manchmal lassen sie ihr Tun auch ins Unheimliche kippen...aberwitzige Tumulte...‘ Neue Zürcher Zeitung, 18. Nov. 02

Modern getanztes Mittelalter

‚...die Stücke von drift sind eine Mischung aus zeitgenössischem Tanz und Theater, surrealem Tiefsinn und witziger Leichtfüssigkeit, skurril und absurd...Tatsächlich erkennt man auf der Bühne...ineinander verrenkte Menschen in der engen Hölle, Posen von tanzenden Mensch-Tieren, mehrarmige Wesen, keusche junge Frauen, böse, den Tod verkündende Männer...‘ Thurgauer Zeitung, 18. Nov. 02