machine à sons – un concert théâtral

Video

AUF DER BÜHNE: BÉATRICE JACCARD, MASSIMO BERTINELLI, FRANÇOIS GENDRE IDEE: MASSIMO BERTINELLI, FRANÇOIS GENDRE REGIE/ BÜHNENDESIGN/LICHTTECHNIK: PETER SCHELLING MUSIK/ KOMPOSITION: MASSIMO BERTINELLI, FRANÇOIS GENDRE, BÉATRICE JACCARD CHOREOGRAPHIE: BÉATRICE JACCARD VIDEO: PETER SCHELLING VIDEOSCHNITT/ ASSISTENZ BÜHNE: SERGEJ NIKOKOCHEV PRODUKTIONSLEITUNG/ COMPAGNIE MANAGEMENT: BEATRICE ROSSI

PREMIERE 13. Feb. 2003, Espace Moncor Fribourg

Eine Koproduktion mit der Roten Fabrik, Zürich

„machine à sons“ ist eine Multi-Media-Performance, welche die Grenzen zwischen Konzert, Theater und Tanz aufhebt und stark geprägt ist von Surrealismus, Dadaismus und Absurdität.

Musikalisch und wissenschaftlich wird der Frage nachgegangen, wie das Unhörbare hörbar gemacht werden kann.

Wie schreit eine Fliege zum Beispiel wenn sie auf die brennende Glühlampe aufprallt?
Was erzählt der Fisch der Fischin wenn er um ihre Flosse anhält?
Was wispert die Rose, wenn die Sonne aufgeht?
Was würden wir in der Nacht im Garten hören, wenn wir geeignetere Ohren hätten?


Mit speziellen Maschinen werden die unhörbaren Geräusche geerntet. Aus den nun hörbaren Tönen komponieren wir eine Musik und veranstalten ein theatralisches Konzert.
Auch kümmern wir uns darum, wie sich das wissenschaftliche Personal, das sich schon jahrelang und konzentriert diesen doch nicht unwichtigen Fragen widmet hat, fühlt.

Bisherige Vorstellungen:Tanzhaus Zürich (CH), Teatro Dimitri, Verscio (CH), Blurred Borders Intern. Dance Festival, San Diego (USA), EXPO.02 – Arteplage Biel (CH), Alte Feuerwache, Mannheim (D), Espace Moncor, Fribourg (CH), Rote Fabrik , Zürich (CH), Intern. Theatre Festival Varna Summer (BL), Théâtre la Fourmi, Luzern (CH), CCS- Centre Culturel Suisse, Paris (F), 4 Days in Motion, Prag (CZ), Cibulak – 16th Intern. Theatre Festival, Pezinok (SK), Open Look Festival, St. Petersburg (RU), Touch-3, Arhangelsk (RU), Szene Bunte Wähne in Zainburg, Krems (A) und Jindrichuv Hradec (CZ), MU Theater, Budapest (H), Teater Stanica, Zilina (SK), 14. Intern. Tanzfestival, Graz (A), 15. THEALTER International, Szeged (H), East/West Dance Festival, San Diego (USA), The Red House, Sofia (BG), Basler Tanztage – Theater Roxy, Basel (CH),16th Intern. Festival of Modern Danse - Alytus, Kaunas and Vilnius (LT), Theater am Gleis, Winterthur (CH), Festival Blickfelder tanzt aus der Reihe, Zürich (CH), man.in.fest, Cluj Napoca und Tirgu Mures (RO), INFANT- 14. Intern. Festival of Alternative and New Theatre, Novi Sad und Belgrad (SER), XV Annual Intern. Dance Conference and Performance Festival, Bytom (PL), Teatro del Gatto, Ascona (CH), IETM-Meeting – City Trip, Zürich (CH), Théâtre la Fourmi (CH), Teatro Ticino, Wädenswil (CH), Tanec Praha - Pardubice, Ceske Budejovice, Prague, Brno (CZ)

compagnie drift erhält im 2008 am 14. Intern. Festival INFANT in Novi Sad (Serbien) den Preis für die originellste Forschung im Segment Theatersprache für das Stück „machine à sons“.


Presseauszüge

„.. Drift entführte mit dem komisch-kritischen Concert théâtral in eine Welt aus Tonexperimenten – und demonstrierte dabei wie Fische Heiratsanträge machen und wie charmant ein kauzig-phantasievolles Stück sein kann... Für das Surreale stehen in ‚machine à sons’ vor allem die Videoprojektionen von Peter Schelling...wie der des Fischs, der wie ein Jagdfalke auf der Hand von Gendre sitzt und ihm ins Ohr singt...Der Balanceakt zwischen Komik und Hintergründigkeit gelang...“ bz, Basel 25.9.06

„... Wenn ich ein König wäre, würde ich versuchen, die geistigen Meister von DRIFT für einen Spitzenverdienst als Hofnarren unter Vertrag zu nehmen, da sie mit raffinierter Intelligenz und mit höchster Sensibilität und Ironie bei einer gleichzeitigen absoluten Ernsthaftigkeit zu scherzen wissen...
...Was für eine angenehme Überraschung: ihre Musik gefällt, es wird vortrefflich gesungen, die elektrischen Songs schleichen sich angenehm ins Ohr wo sie auch bleiben... Von jetzt an sind die musizierenden Drift’s meine zweiten Schweizer Musik-Favoriten nach Yello!...
...Der im schnellen Rhythmus, und in ungewohnter Abfolge einzelner sich bewegender Körperteile vibrierende Tanz, zeigt nicht nur das virtuose Können von Béatrice Jaccard, sondern auch die in ihrem Kopf herrschende unregelmässig ästhetische Ordnung...
Ein extra Lob erhält der für die Videoeinspielungen verantwortliche postdadaistische albernde Geist: Peter Schelling hat ein wundervolles kleines Opus erschaffen...’ Ellenfény, Lásló Rokas, Budapest, Mai 2005

"Waren Sie auch immer der Ansicht, dass Fische stumm sind, Tomaten schweigsam vor sich hinröten, Fussgelenke nur etwas von sich geben, wenn sie in die Brüche gehen? Diese Meinungen müssen korrigiert werden...Bei der Veranlagung der Forschenden ist es kein Wunder, dass die pulsierenden Rhythmen und elektronischen Klänge in die Körper fahren. Jaccard mutiert von der steifen Tippmamsell zum hüftschwingenden Vamp, Bertinelli vom kühlen Analisierer zum heissblütigen Schlagzeuger, Gendre vom braven Bürolisten zum frechen Bassisten...die Nachahmung der Körpersprache von Rockmusikern ist hinreissend persifliert...da wird manches stille Wasser zum reissenden Strom..." Aargauer Zeitung, Schweiz, 21.2.03

„...Wenn Wissenschaftler auf Luftgitarren fetzige Soli spielen, ein Tomaten-Erdnussmix zu singen beginnt und kleine Menschen sich in einer Topfpflanze verstecken, befindet man sich in der Welt der Kompanie Drift... ausgesprochen schrill und phantasievoll...“ Kronenzeitung, Österreich, 19.7.05


"...Mit Herzblut testen drei verschrobene, grün bekittelte Forschende ihre verschiedenen Methoden des Töne einfangens. Dank Stethoskop und Kopfhörern werden Zitronen zu rauschenden Geschöpfen und gibt der Weihrauch kirchliche Gesänge von sich. Muskatnüsse und tote Fische werden genauso auf Geräusche hin untersucht wie der eigene Körper. Als befände man sich in einem erweiterten Bewusstseinszustand, scheinen sich die Geräusche in Deutlichkeit und Schrillheit zu steigern...Mit zuerst feinen, verhaltenen Gesten, dann mit zunehmend energisch orchestrierten Breakdance-Bewegungen, Disco Schritten und Head-Bangers versuchen die Forscher, mit der akustischen Reizüberflutung mitzuhalten.
Die Cie Drift überzeugt mit kuriosen Ideen und bezaubernd skurrilen und ausdrucksstarken Charakteren...und entführt einmal mehr in eine andere, wundersame und sinnliche Welt. Der Enthusiasmus der Darsteller wirkt ansteckend, und man fiebert regelrecht bei den Tonexperimenten mit." Tages-Anzeiger, Zürich, Schweiz, 21.2.03

"Die Cie Drift ist eine der markantesten Erscheinungen in der freien Zürcher Tanzszene...Witzig erweisen sich die Videobilder von Peter Schelling. sie bewegen sich im Bereich der surrealistischen Dada-Effekte..." Neue Zürcher Zeitung, Schweiz, 21.2.03

"...Das ungewöhnliche Stück 'machine à sons‘ ist ein Konzert, in dem auch getanzt wird...die Cie Drift untersucht subtil und humorvoll die Poesie von Grenzzuständen und die Absurdität des alltäglichen...und führt vor, wie sich das Fantastische im Unscheinbaren verbirgt..." Freiburger Nachrichten, Schweiz, 14.2.03

nach der work-in-progress-Vorstellung
im Tanzhaus Wasserwerk

„...Tontüfteltänze...Die Cie Drift stellt in 'machine à sons‘ das Akustische zumindest vordergründig über das Visuelle. Als Tontüftler verkleidet, exerzieren Massimo Bertinelli, François Gendre und Béatrice Jaccard unter der Regie von Peter Schelling die Geräusche von Orangen oder Fischen, sie greifen Rhythmen aus der Luft, singen scheinbar zugeflogene Melodien, schweben dazu auf Video auf Wolken und persiflieren gestisch und mimisch hinreissend das technisierte Musikgeschäft. ...Die Cie Drift hat sich auf Neues eingelassen; sie tut dies gekonnt, mit dem ihr eigenen Blick und Gehör für die Absurditäten des Alltags.“  Neue Zürcher Zeitung, Zürich 18.12.01