on beauty

Fotos von Ch. Glaus | L. Pillonel | Video
Choreografie/Regie Béatrice Jaccard & Peter Schelling Choreografische Mitarbeit Susanne Schneider PerformerInnen Budlana Baldanova, Mirjam Gasser, Béatrice Jaccard, Raphaël de Riedmatten, Peter Schelling, Viacheslav Zoubkov Dramaturgie Béatrice Jaccard Musikkomposition/Licht François Gendre Kostüme Daphné Ineichen Produktionsleitung Beatrice Rossi & Susanne Schneider
Eine Zusammenarbeit von cie BewegGrund & compagnie drift in einem Tanzstück für sechs Tänzerinnen und Tänzer mit und ohne Behinderungen
Eine Koproduktion mit Dampfzentrale Bern und Theater Roxy Basel
Première Fr 26. März, Dampfzentrale Bern
Weitere Vorstellungen: Theater Roxy, Basel (ch), Intern. Tanzwoche, Dresden (d), Okkupation - Tanzhaus Zürich (ch), Wildwuchs - Theater Roxy, Basel (ch)
In 'on beauty' führen uns sechs Performer verschiedenen Geschlechts und Alters, unterschiedlicher Nationalität und körperlicher Befähigung in eine Shakespearsche Welt, in der körperliche und geistige Unversehrtheit ein gefährdetes und fragiles Gut ist.
Wir sind auf der Suche nach dem Andern, sehnsüchtig nach Vielfalt und bewegen uns resolut weg von einer Hochglanz- ästhetik, die so unbefriedigend ist wie Zuckerwasser.
Das überall vorherrschende verzweifelte Bemühen um eine normierte Makellosigkeit, langweilt uns mit der Zeit masslos.
Es geht in 'on beauty' darum,Wertigkeiten auf den Kopf zu stellen. Die Weigerung, Grenzen anzuerkennen und Begrenzungen einfach zu erdulden, führt uns geradewegs in den Garten der Schönheit, wo sich die verschiedensten Erscheinungsformen des Menschen finden lassen.
Wir garantieren, dass in 'on beauty' aufs schöne Ebenmass verzichtet wird.
'Fair is foul and foul is fair' Shakespeare, Macbeth
Compagnie Drift und Cie BewegGrund
Die Compagnie Drift fühlt sich von Grenzzuständen angezogen und sucht surrealen Tiefsinn mit spielerischer Leichtigkeit zu vermischen. Durch streng strukturierte Oberflächen ihrer Arbeit schimmert phantastische Buntheit. Mal durchdringen die Bewegungen kaum beängstigende Enge, mal öffnen sie auf der Bühne endlose Weiten; und zarte, anrührende Begegnungen geraten zu verwirrenden, erschreckenden, entgrenzenden Eruptionen. Selten vermag ein Tanzensemble sein Publikum gleichermassen zum Lachen und zum Nachdenken zu bringen.
Die Compagnie Drift gehört zum Interessantesten, was die Schweizer Tanzszene zur Zeit zu bieten hat und ist mit Gastspielen in über 30 Ländern auch international erfolgreich.
Die künstlerischen LeiterInnen Béatrice Jaccard und Peter Schelling arbeiten seit 1987 zusammen und haben den Schweizer Tanz- und Choreografiepreis 2007 für ihr Gesamtwerk erhalten.
Im Bemühen, verschiedene Erscheinungsformen des Menschen auf die Bühne zu bringen, ist für die Compagnie Drift der Berner BewegGrund mit seiner grossen Erfahrung in der Bühnenarbeit mit Tanzenden mit und ohne Behinderungen der ideale Partner.
Der Verein BewegGrund wurde 1998 gegründet und steht für gleiche Rechte, für Selbstbestimmung, Chancengleichheit und Integration: Das Ziel ist das selbstverständliche Nebeneinander behinderter und nicht behinderter Menschen in kulturellen Projekten. BewegGrund fördert den integrativen Tanz. Er führt regelmässig Kurse unter professioneller Leitung durch, realisiert Workshops mit Choreografinnen und Choreografen aus dem In- und Ausland und arbeitet in Schulen.
Neben der pädagogischen Arbeit, die behinderte Menschen oft erstmals mit Tanz in Berührung bringt, ist die Bühnenarbeit der Cie BewegGrund entscheidend: sie bietet Rollenmodelle für behinderte Menschen und zeigt ganz selbstverständlich, dass es im Tanz keine Beschränkung auf den perfekten Körper gibt.
Die Compagnie Drift verfügt über eine in der Schweiz von nur wenigen Compagnies erreichten Erfahrung und Kontinuität in ihrer Arbeit. Der theatralische, skurrile, humorvolle und abgründige Zugang zu Themen, die Drift auf die Bühne bringt, ist für die Arbeit mit behinderten Tänzerinnen und Tänzern ideal und herausfordernd.
PRESSEAUSZÜGE
'...Erfrischend unkompliziert gehen BewegGrund und Cie Drift an die jeweiligen körperlichen Verschiedenheiten heran...Skuril überzeichnete Ausflüge in stereotypische Szenen aus Shakespeare-Dramen...die in einer wunderbar ausgekosteten Mordszene gipfeln...tänzerische Fechtduelle, in denen die Kunst der Körperbeherrschung offenbar wird...Dazwischen immerwieder feine, fast poetische Momente...bei denen mit den Behinderungen des Gegenübers mit zärtlicher Rücksicht und dennoch ungezwungener Selbstverständlichkeit und Nähe umgegangen wird...' Der Bund, Bern 29.3.2010
Schönheit, die von Fehlstellen lebt
'...Körpern und Gliedmassen werden in dem Stück, das ausdrücklich Wertigkeiten auf den Kopf stellen und aufs schöne Ebenmass verzichten will, eigene Rollen zugeteilt...Ein Tänzer muss da auch schon einmal seinen allzu eigenwilligen Kopf wieder einfangen, die Füsse aus gegensätzlichen Richtungen zurückholen, alle Bewegungen immer wieder neu sortieren...Ein aussichtsloser Kampf mit sich selber entsteht, der die Frage nach der Vielheit in uns allen stellt, dabei aber für einmal dem Körper über der Seele Platz schafft... Skurriler Schwer-, Leicht und Tiefsinn... immer wieder ausdauerndes und ausuferndes Anschwimmen gegen den kulturellen Mainstream... '
Badische Zeitung, Deutschland, 28.8.2010
Gehoben und geschoben
'...'on beauty' setzt fantasievoll, lustvoll und sensibel den Grenzbereich von Schönheit, Behinderung und Beobachtung in Szene...alles andere als eine blosse Integrationsanstrengung. Klug und kunstvoll, humorvoll und berührend...Sie finden in gelegentlich grotesk-komischen Szenen lustvoll zusammen: kämpfen und weinen synchron, töten und sterben...' MittellandZeitung, Schweiz, 28.8.2010
Über Shakespeare und Rollstühle
'...Erfrischend unkompliziert gehen BewegGrund und Cie Drift an die jeweiligen körperlichen Verschiedenheiten heran...Skurril überzeichnete Ausflüge in stereotypische Szenen aus Shakespeare-Dramen...die zuletzt in einer wunderbar ausgekosteten Mordszene gipfeln...tänzerische Fechtduelle, in denen die Kunst der Körperbeherrschung offenbar wird...Dazwischen immer wieder feine, fast poetische Momente...' Der Bund, Bern, Schweiz, 29.3.2010
Unterstützt von: Burgergemeinde Bern, Bürgi-Willert-Stiftung, Cerebral - Schweiz. Stiftung für das cerebral gelähmte Kind, Ernst Göhner Stiftung, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Familien-Vontobel-Stiftung, kulturelles.bl, Kulturförderung der Stadt Zürich, KulturStadtBern, Migros Kulturprozent, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Pro Infirmis Bern, Schweizer Paraplegiker Stiftung, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Stiftung Denk an mich, SWISSLOS/ Kultur Kanton Bern